Gitterroste

Gitterroste Krüger

Krüger GmbH & Co. KG
- Gitterroste & Treppen

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Gitterroste DIN 1055-3:2002-10 (Auszug), Schwerlastgitterroste, Schwerlastroste, Mamutroste



6 Lotrechte Nutzlasten

6.1 Gleichmäßig verteilte Nutzlasten und Einzellasten für Decken, Balkone und Treppen

(1) Die charakteristischen Werte gleichmäßig verteilter Nutzlasten für Decken, Treppen und Balkone sind inTabelle 1 enthalten.
(2) Lasten nach 6.1 gelten als vorwiegend ruhende Lasten. Tragwerke, die durch Menschen zu Schwingungen angeregt werden können, sind gegen die auftretenden Resonanzeffekte auszulegen.
(3) Falls der Nachweis der örtlichen Mindesttragfähigkeit erforderlich ist (z. B. bei Bauteilen ohne ausreichende Querverteilung der Lasten), so ist er mit den charakteristischen Werten für die Einzellast Qk nach Tabelle 1 ohne Überlagerung mit der Flächenlast qk zu führen. Die Aufstandsfläche für Qk umfasst ein Quadrat mit einer Seitenlänge von 5 cm.
(4) Wenn konzentrierte Lasten aus Lagerregalen, Hubeinrichtungen, Tresoren usw. zu erwarten sind, muss die Einzellast für diesen Fall gesondert ermittelt und zusammen mit den gleichmäßig verteilten Nutzlasten beim Tragsicherheitsnachweis berücksichtigt werden.
(5) Für die Lastweiterleitung auf sekundäre Tragglieder (Unterzüge, Stützen, Wände, Gründungen usw.) dürfen die Nutzlasten nach Gleichung (1) abgemindert werden:
Dabei ist qk die Nutzlast nach Tabelle 1, wird qk mit einem Trennwandzuschlag nach Abschnitt 4 (4) ermittelt, so darf dieser ebenfalls mit abgemindert werden. k ' q die abgeminderte Nutzlast
αA der Abminderungsbeiwert nach Gleichung (2) bzw. Gleichung (3).
(6) Der Abminderungsbeiwert αA für die Kategorien A, B und Z darf nach Gleichung (2) ermittelt werden.
(7) Der Abminderungsbeiwert αA für die Kategorien C bis E1 darf nach Gleichung (3) ermittelt werden. Dabei ist A die Einzugsfläche des sekundären Traggliedes in m2 (siehe hierzu Bilder 1 und 2). Bei einem mehrfeldrigen statischen System ist die Einzugsfläche für jedes Feld getrennt zu ermitteln. Vereinfacht dürfen alle Felder mit dem ungünstigsten Abminderungsfaktor (siehe hierzu Bild 3) abgemindert werden
(8) Wenn für die Bemessung der vertikalen Tragglieder Nutzlasten aus mehreren Stockwerken maßgebend sind, dürfen die Nutzlasten der Kategorien A bis E, T und Z mit einem Faktor αn abgemindert werden. Der Faktor αn beträgt für: KategorienA bis D, Z: αn = 0,7 + 0,6/n Kategorien E, T: αn = 1,0 Dabei ist n die Anzahl der Geschosse ( > 2) oberhalb des belasteten Bauteils.
(9) Der Faktor αA darf für ein Bauteil nicht gleichzeitig mit dem Faktor αn angesetzt werden. Es darf aber der günstigere der beiden Werte angesetzt werden.
(10) In mehrgeschossigen Gebäuden ist die Nutzlast aller Geschosse bei der Ermittlung der Einwirkungskombination insgesamt als eine unabhängige veränderliche Einwirkung aufzufassen.
(11) Wenn der charakteristische Wert der Nutzlasten in Kombination mit anderen Einwirkungen durch einen Kombinationsbeiwert Ψ abgemindert wird, darf eine Abminderung mit dem Faktor αn nicht angesetzt werden.

Schwerlastroste
Bild 1 Lasteinzugsflächen für die Schnittgrößenermittlung von Mittel- und Randfeldern
(hier A2 > A1 > A3)

SchwerlastrosteBild 2 Lastabminderung mit feldweise unterschiedlichen αi-Werten (hier α3 > α1 > α2)

SchwerlastrosteBild 3 Lastabminderung mit einheitlichen αi-Werten (hier vereinfacht αmax = α3)

 

Tabelle 1 Lotrechte Nutzlasten für Decken, Treppen und Balkone
SchwerlastrosteSchwerlastroste


6.3 Gleichmäßig verteilte Nutzlasten für Parkhäuser und Flächen mit Fahrzeugverkehr

(1) Die Lasten nach Abschnitt 6.3 gelten als vorwiegend ruhende Lasten.
(2) Die charakteristischen Werte gleichmäßig verteilter Nutzlasten für Parkhäuser und Flächen mit Fahrzeugverkehr sind in Tabelle 3 enthalten.
(3) Ist der Nachweis einer örtlichen Mindesttragfähigkeit erforderlich (z. B. π-Plattenrand), so ist er mit den charakteristischen Werten für die Einzellast Qk nach Tabelle 3 ohne Überlagerung mit der Flächenlast qk zu führen. Die Aufstandsfläche für Qk umfasst ein Quadrat mit einer Seitenlänge von 20 cm. Der Achsabstand beträgt 1,80 m (siehe Bild.4).

Schwerlast
Bild 4 Maße für die Anwendung von Achslasten

(4) Für die Weiterleitung der Nutzlasten auf Hauptträger, Stützen, Fundamente usw. ist in Kategorie F1 und F2 der Wert qk = 2,0 kN/m², in der Kategorie F3 der Wert qk = 3,5 kN/m² ausreichend.
(5) Die Zufahrten zu Flächen, die für die Kategorie F bemessen sind, müssen durch Vorrichtungen begrenzt werden, die die Durchfahrt schwererer Fahrzeuge verhindern.

Tabelle 3 Lotrechte Nutzlasten für Parkhäuser und Flächen mit Fahrzeugverkehr

6.4 Gleichmäßig verteilte Nutzlasten und Einzellasten bei nicht vorwiegend ruhenden Einwirkungen

6.4.1 Allgemeines
(1) Die gleichmäßig verteilten Nutzlasten qk nach 6.4.3 und 6.4.5 sind ohne Schwingbeiwert anzusetzen.
(2) Die Einzellasten Qk nach 6.4.3 und 6.5 sind mit den Schwingbeiwerten φ zu vervielfachen.

6.4.2 Schwingbeiwerte
(1) Der Schwingbeiwert beträgt φ = 1,4, sofern kein genauerer Nachweis geführt wird.
Für überschüttete Bauwerke ist φ = 1,4 0,1 hü ≥ 1,0 Dabei ist hü die Überschüttungshöhe, in m.
(2) Der Schwingbeiwert φ für Flächen nach 6.4.4 ist in DIN 1072 enthalten.
 
6.4.3 Flächen für Betrieb mit Gegengewichtsstaplern
(1) Decken in Werkstätten, Fabriken, Lagerräumen und unter Höfen, auf denen Gegengewichtsstapler eingesetzt werden, sind je nach den Betriebsverhältnissen für einen Gegengewichtsstapler in ungünstigster Stellung mit den in Betracht kommenden Einzellasten Qk nach Tabelle 4, Spalte 4 (Geometrie nach Bild 4) und ringsherum für eine gleichmäßig verteilte Nutzlast qk nach Tabelle 4, Spalte 5 zu bemessen.

Tabelle 4 Lotrechte Nutzlasten aus Betrieb mit Gegengewichtsstaplern(zulässige Gesamtlast > 25 kN)
Schwerlastroste

Schwerlastroste
Bild 5 Gegengewichtsstapler
Schwerlastroste
Tabelle 5 Maße a, b und I für Gegengewichtsstapler

(2) Die Gleichlast qk ist außerdem in ungünstiger Zusammenwirkung feldweise veränderlich anzusetzen, sofern die Nutzung als Lagerfläche nicht ungünstiger ist.
(3) Muss damit gerechnet werden, dass Decken sowohl von Gegengewichtsstaplern als auch von Fahrzeugen der Kategorie F oder von Fahrzeugen nach 6.4.4 befahren werden, so ist die ungünstiger wirkende Nutzlast anzusetzen.